Sauerteig richtig ansetzen

Zubereitung:

…sieben Tage bis zu einem guten Brot
 
Tag 1: 
Nehmt ein großes, sauberes Glas oder einen Plastikbehälter mit einem Fassungsvermögen von mindestens 600 g sowie einem Deckel. 
Messt 50 g helles Roggenmehl 1 Eßl Roggensauerteig und 60 g Leitungswasser ab. 
Mit den Fingern vermengen bis die Mischung einer dicken Paste ähnelt. Es ist wichtig, 
dass ihr die Masse während der ersten zwei Tage mit den Fingern mischt, da ihr so viel Wildhefe und natürliche Bakterien erzeugt, 
damit der Starter gut fermentier. Dann den Deckel halb auf das Glas setzen (nicht zudrehen) und das Anstellst 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen.
 
Tag 2:
Der Starter hat über Nacht vermutlich etwas Aroma gebildet und einen leicht süßlichen Geruch entwickelt. 
Stellt das Gefäß auf eine Waage und hebt den Deckel eures Gefäßes ab. 
Jetzt wiegt ihr erneut 50 g helles Roggenmehl sowie 50 g Wasser ein. Vermischt die Masse mit den Fingern, bis daraus eine leicht cremigerer Paste als am Vortag entstanden ist. 
Den Deckel wieder halb aufsetzen und weitere 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen.
 
Tag3:
Heute könnt ihr bereits sehen, dass der Teig zu arbeiten beginnt. Der Starter sollte jetzt leicht säuerlich und wie Joghurt riechen. 
Wiegt erneut 50g helles Roggenmehl und 50 g Wasser ein. Nun die Mischung mit einem Löffel vermischen, bis eine cremige Masse entstanden ist. 
Erneut den Deckel halb aufsetze und für weitere 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen.
 
Tag 4:
Am Tag 4 sollte das Anstellst bereits sichtbar gearbeitet haben. Er sollte nun Blasen schlagen und wie säuerlicher Apfelwein riechen. 
Wiegt erneut 50 g helles Roggenmehl sowie 50 g Wasser ein. Die Mischung mit einem Löffel umrühren, bis eine cremige Paste entstanden ist. 
Erneut den Deckel aufsetzten und für weiter 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen.
 
Tag 5:
Der Starter sollte jetzt richtig aktiv und „lebendig“ sein und fast fertig für die Weiterverarbeitung. Heute wird er das letzt Mal gefüttert, 
bevor ihr ihn zum Backen nutzen könnt. Wiegt erneut 50 g helles Roggenmehl sowie 50 g Wasser ein. Die Mischung mit einem Löffel umrühren, 
bis eine cremige Paste entstanden ist. Erneut den Deckel aufsetzen und für weitere 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen. Der Starter ist fertig, 
wenn er sehr viele Blasen schlägt und sehr säuerlich duftet.
 
Anstellgut für das Backen vorbereiten:
Tag 6:
Ein aktiver Starter muss immer noch ein letztes Mal gefüttert werden, bevor er verwendet werden kann – so könnt ihr erkennen, ob er aktiv ist und sehen,
wie sehr er euren Teig aufgehen lassen wird. Der Starter hat eine ziemliche schwierige Aufgabe: Er muss sicher stellen, dass er das Volumen eurer Teiges erhöht 
und ihm dabei hilft, locker und fluffig zu werden. 
 
Tag 7:
Um euren Vorteig nun auf die Verarbeitung vorzubereiten, solltet ihr ihn direkt am Morgen aufdecken und mit 40g hellen Roggenmehl  1 Eßl Roggensauerteig und 50g Wasser füttern.
Dann lasst ihr ihn den ganzen Tag bei Zimmertemperatur und mit aufgesetztem Deckel stehen und am Abend sollte der Teig bereits sehr aktiv sein. 
Dann könnt ihr mit dem ersten Schritt von eurem Rezept beginnen, dem Vorteig.
 
Wie kann ich den Sauerteig lagern:
Zimmertemperatur – geeignet zum Backen an jedem zweiten Tag
Wenn ihr oft frisches Brot backen wollt, könnt ihr euren Starter einfach bei Zimmertemperatur lagern und morgens füttern. 
So könnt ihr abends den Tag Vorgären lassen.
 
Kühlschrank – geeignet zum Backen einmal pro Woche oder während des Urlaubs
Füttert ihn mit 50g hellem Roggenmehl und 50 g Wasser und stellt ihn in den Kühlschrank. 24 Stunden bevor ihr das nächste Mal backen möchtet, 
nehmt ihr den Starter aus dem Kühlschrank, sodass er Zimmertemperatur annehmen kann. Dann könnt ihr den Zubereitungsschritten eurer Rezepts folgen. 
Wenn der Starter im Kühlschrank lagert, müsst ihr ihn nr etwa alle zwei Wochen füttern – oder  falls nötig, noch seltener.
 
Gefrierschrank– wenn ihr eine Auszeit vom Backen nehmt
Wenn ihr eine Pause vom Brotbacken machen wollt, könnt ihr euren Starter ganz einfach einfrieren und ihn wieder auftauen, 
wenn ihr wieder backen möchtet. Nach dem Auftauen beginnt ihr wieder gewohnt für einige Tage mit euerer Fütterungsroutine, bis ihr sehen könnt, 
dass der Sauerteigstarter wieder aktiv ist und Blasen gebildet hat. Ein Starter kann Jahre eingefroren werden.